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	Kommentare zu: Unsere Route durch Kolumbien	</title>
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	<description>Reisen ist Glück.</description>
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		Von: gunther		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[gunther]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 May 2021 19:27:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo Julia &#038; Matthias,

ich habe eben Euren bericht über Colombia, gelesen - danke herzlich! - Ihr habt mir sehr viel freude bereitet!
Besonders hat mich Eure offenheit gegenüber situationen, orten und den menschen da berührt - es gibt viel zu wenige europäer/deutsche, die wissen, wie schön dieses land ist, und welch unglaubliche vielfalt, landschaften, farben, pflanzen ... es hat - und natürlich die menschen.
Zumeist fällt deutschen zeitgenossen zuerst fußball, dann cocaina und dann vlt. noch die FARC ein. Danach kommt lange nichts.
Naja - vlt. Shakira.

Mich fasziniert Eure unbefangenheit, mit der Ihr dieser ziemlich fremden welt und kultur begegnet - und Ihr versteht in Eurem blog wirklich gut, diese lebensfreude, diesen rhythmus, diese faszination zu transportieren.
Ich bin seit einigen jahren mit einer colombiana verheiratet, und weiß, wie unterschiedlich unsere kulturen sind - wir reden jeden tag ein bis zwei stunden über unsere bisherigen (lebens-)erfahrungen, und ich lerne immer noch neues. Diese familienstrukturen, diese rollen von Mamita und Padre, der kinder ... die mit für mich frappierendste erfahrung war, als ich lernte, dass die colombianos keine ironie und schon gar keinen sarkasmus kennen, keine zweideutigkeiten oder wortspiele. Ich pflege einen sehr britischen humor, und habe damit in Colombia bereits in einigen fettnäpfen gestanden. Ich bewege mich da nun auf verbalen zehenspitzen.
Auch unsere küche hat da sehr gewonnen - wir kochen jeden tag - prinzipiell ohne aditivos, keine fertiggerichte u. würzmischungen etc -, und ich kann also inzwischen meine arepas und empanadas selber kneten und formen (das maizmehl kommt allerdings aus Mexico), und meine frau hat gelernt, wie salat geht, und frisches gemüse, und was man mit käse leckeres zaubern kann.
Meine frau kommt soeben von ein paar monaten an der karibischen küste zurück, und wusste leider zu berichten, dass es inzwischen an jeder ecke junk food, arepas und platanos aus der tiefkühlung, döner gibt u.ä... da geht etwas verloren.
Wir werden im Juli für einige zeit rüberfliegen - Bogotá, Medellín, Santa Marta - die aktuellen unruhen sind eher im süden, teilweise in Bogotá, aber wir haben keine angst und hoffen, dass el presidente bis dahin ein paar friedliche lösungen gefunden haben wird.
hasta entoncito
gunther]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Julia &amp; Matthias,</p>
<p>ich habe eben Euren bericht über Colombia, gelesen &#8211; danke herzlich! &#8211; Ihr habt mir sehr viel freude bereitet!<br />
Besonders hat mich Eure offenheit gegenüber situationen, orten und den menschen da berührt &#8211; es gibt viel zu wenige europäer/deutsche, die wissen, wie schön dieses land ist, und welch unglaubliche vielfalt, landschaften, farben, pflanzen &#8230; es hat &#8211; und natürlich die menschen.<br />
Zumeist fällt deutschen zeitgenossen zuerst fußball, dann cocaina und dann vlt. noch die FARC ein. Danach kommt lange nichts.<br />
Naja &#8211; vlt. Shakira.</p>
<p>Mich fasziniert Eure unbefangenheit, mit der Ihr dieser ziemlich fremden welt und kultur begegnet &#8211; und Ihr versteht in Eurem blog wirklich gut, diese lebensfreude, diesen rhythmus, diese faszination zu transportieren.<br />
Ich bin seit einigen jahren mit einer colombiana verheiratet, und weiß, wie unterschiedlich unsere kulturen sind &#8211; wir reden jeden tag ein bis zwei stunden über unsere bisherigen (lebens-)erfahrungen, und ich lerne immer noch neues. Diese familienstrukturen, diese rollen von Mamita und Padre, der kinder &#8230; die mit für mich frappierendste erfahrung war, als ich lernte, dass die colombianos keine ironie und schon gar keinen sarkasmus kennen, keine zweideutigkeiten oder wortspiele. Ich pflege einen sehr britischen humor, und habe damit in Colombia bereits in einigen fettnäpfen gestanden. Ich bewege mich da nun auf verbalen zehenspitzen.<br />
Auch unsere küche hat da sehr gewonnen &#8211; wir kochen jeden tag &#8211; prinzipiell ohne aditivos, keine fertiggerichte u. würzmischungen etc -, und ich kann also inzwischen meine arepas und empanadas selber kneten und formen (das maizmehl kommt allerdings aus Mexico), und meine frau hat gelernt, wie salat geht, und frisches gemüse, und was man mit käse leckeres zaubern kann.<br />
Meine frau kommt soeben von ein paar monaten an der karibischen küste zurück, und wusste leider zu berichten, dass es inzwischen an jeder ecke junk food, arepas und platanos aus der tiefkühlung, döner gibt u.ä&#8230; da geht etwas verloren.<br />
Wir werden im Juli für einige zeit rüberfliegen &#8211; Bogotá, Medellín, Santa Marta &#8211; die aktuellen unruhen sind eher im süden, teilweise in Bogotá, aber wir haben keine angst und hoffen, dass el presidente bis dahin ein paar friedliche lösungen gefunden haben wird.<br />
hasta entoncito<br />
gunther</p>
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