Von Julia und Matthias

Ein Tag in Nara – unsere Tipps für dich!

Historische Tempel, wunderschön angelegte japanische Gärten und Hirsche, die an jeder Ecke auf dich warten. Das und noch viel mehr ist Nara.

Nara war im 8. Jahrhundert die Hauptstadt Japans und hat daher historisch so einiges zu bieten. Wir haben einen Tagesausflug von Osaka nach Nara gemacht und können dies auch dir empfehlen. Wir fanden es wunderschön, die hektische Stadt für einen Moment hinter uns zu lassen und Zeit in der Natur zu verbringen.

Vielleicht planst auch du einen Besuch der Stadt Nara während deiner Japanreise. Falls ja, findest du hier etwas Inspiration und unsere Highlights für einen Tag in Nara.

Schrein in Nara, Japan

Anreise

Von Osaka kannst du die JR Yamatoji Line nehmen und bist innerhalb von ca. 50 Minuten in Nara. Bist du im Besitz eines JR Passes, musst du für diese Fahrt keinen Fahrschein lösen. Mehr Infos zum JR Pass findest du in unserem Guide zu Japan.

Möchtest du den Tagesausflug von Kyoto aus unternehmen, ist natürlich auch das möglich. Je nach Linie benötigst du zwischen 40 -70 Minuten für diese Strecke.

Kleiner Tipp: An vielen Bahnhöfen gibt es Stempel, die man kostenfrei nutzen kann. Wir finden, das ist eine tolle und einzigartige Erinnerung, an all die Stationen, die man während einer Japanreise bereits. 

Vom Bahnhof Nara sind es etwa 10 Gehminuten bis zu den ersten Tempeln. Wir selbst haben in Nara alles, was du in diesem Blogbeitrag findest, abgelaufen. Am Ende des Tages sind wir so auf knapp 17 km gekommen. Falls das für dich keine Option ist, gibt es auch Busse und Taxis vor Ort.

Sanjo Dori Street

Die Straße führt vom Bahnhof zum Nara Park und ist gesäumt mit Geschäften, Restaurants und Souvenirläden. Wir fanden es aber trotzdem sehr geschmackvoll und nicht überladen.

Nara Park

Der Nara Park, auf dessen Gelände auch zahlreiche Tempel zu finden sind, ist vor allem bekannt für die dort lebenden Sikahirsche. Die über tausend wilden Hirsche leben hier seit vielen hunderten Jahren und haben sich mittlerweile an die Menschen gewöhnt. Sie sind sogar sehr zutraulich und wenn ihr uns fragt, etwas zu zutraulich. Wir wurden nämlich beide in den Hintern gebissen.

Es wird davon abgeraten, die Hirsche zu streicheln – besonders die Jungtiere. Wir fanden es sehr kurios, die Hirsche so nah und so unbeeindruckt vom Geschehen beobachten zu können. Noch viel kurioser ist allerdings, dass sich die Hirsche sogar verbeugen. Ein Video davon findest du in unserem Instagram Storyhighlight ‘Japan’.

Selfie mit einem Hirsch in Nara

Tōdai-ji Tempel

Der buddhistische Tōdai-ji Tempel hat uns von allen Tempeln in Nara wohl am meisten beeindruckt. Das Gebäude ist das größte rein aus Holz gebaute Gebäude der Welt und beherbergt die größte buddhistische Bronzestatue Japans.

Diesen gigantischen Tempel solltest du dir bei deinem Trip nach Nara unbedingt ansehen, auch wenn es hier nur so wimmelt vor lauter Besuchern.

Eintritt: 600 Yen pro Person

Kasuga-Taisha Schrein

Etwas ruhiger geht es am Kasuga Shinto-Schrein zu. Der Schrein ist wunderschön in einem kleinen Waldstück gelegen und entlang des Weges stehen tausende Steinlaternen. Es lohnt sich den Weg weit bis nach oben zu laufen, denn dann wird es immer ruhiger und man kann die Natur fast ganz für sich allein genießen. Wenn dann noch der ein oder andere Hirsch hinter einer Steinlaterne hervorschauen, gibt das ein ziemlich spektakuläres Bild ab.

Für den Weg mit den Steinlaternen wird kein Eintritt verlangt. Möchtest du das Innere des Schreins betreten wollen, kostet das 600 Yen pro Person.

Steinlaterne mit Hirsch in Nara

Geheimtipp: Yoshikien Garden

Dieser japanische Garten ist ein Ort der Ruhe und Entspannung. Hier kannst du verweilen und deinen Füßen eine kurze Pause gönnen. Im hinteren Teil findest du schön angelegte Blumengärten und im vorderen Teil einen kleinen Teich mit Teehaus. Der Besuch des Gartens ist sicher zur Kirschblüte oder im Herbst besonders toll.

Der Garten kostet für Touristen keinen Eintritt und ist von um 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Direkt nebenan ist der Isuien Garden, den wir aufgrund des saftigen Eintrittspreises von 1200 Yen nicht besucht haben. Sicherlich ist aber auch dieser Garten wunderschön.

Yoshikien Garden in Nara

Nakatanidou Mochi Shop

Auf dem Rückweg zur Bahnstation haben wir uns noch Mochis bei Nakatanidou geholt. Mochis sind kleine japanische Reisküchlein, die aus Reis, Zucker und Wasser bestehen. Meist sind sie mit einer Bohnenpaste gefüllt.

Die Mochis werden hier direkt zubereitet und wenn man Glück hat, kann man sehen wie die Mochimeister den Teig schlagen.

Die Mochis waren köstlich, noch warm und im nu verspeist. Wir hätten definitiv einen Vorrat mitnehmen sollen 🙂

Frische Mochis in Nara

Fazit

Wir empfanden einen Tag in Nara als ausreichend, aber natürlich kannst du hier auch eine oder mehrere Nächte verbringen. Wir sind uns sicher, dass es in Nara genug zu erleben gibt, denn die Stadt ist größer als man eventuell erwarten würde.

Die beeindruckenden Tempel und süßes aber auch etwas frechen Hirsche von Nara werden wir noch lange als sehr besonderen Mix in Erinnerung behalten, denn wo sonst gibt es das?

Weitere ausführliche Blogbeiträge zu Japan:

Warst du selbst schon in Nara? Was hast du erlebt und wie nett waren die Hirsche zu dir? Wir freuen uns auf deine Nachricht! 

Schön, dass du hier bist! Wir sind Julia & Matthias, wir lieben das Leben und erfüllen uns unseren Traum von Freiheit. Unsere Rucksäcke, eine Kamera und ein Herz voller Abenteuerlust und Neugierde sind stetige Begleiter auf der Reise ins Glück. Kommst du mit?

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